Dass der Audiomarkt weiterhin boomt, hatte zuletzt das internationale „Digital Consumer Book Barometer 2021“ mit Verweis auf die besondere Dynamik der digitalen Vertriebswege gezeigt. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt jetzt auch der „Audible-Hörkompass“, mit dem die Amazon-Tochter seit 2017 jährlich das Hörverhalten in Deutschland untersucht.
In diesem Jahr wurden neben Deutschland erstmals auch vergleichende europäische Daten für Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien abgefragt: In allen Ländern hat das Meinungsforschungsinstitut Kantar Public (früher: Emnid) 1000 Teilnehmer im Alter von 18 bis 65 Jahren online befragt. Zentrale Ergebnisse des Ländervergleichs:
- In den 5 größten europäischen Ländern haben im Durchschnitt 45% in den vergangenen 12 Monaten Hörbücher, Podcasts oder Hörspiele gehört.
- Dabei liegt Spanien mit 55% an der Spitze, gefolgt von Italien (46%), Großbritannien (45%), Deutschland (42%) und Frankreich (37%).
- Am liebsten wird zu Hause gehört – länderübergreifend mit 66% die bevorzugte Nutzungssituation. Unterwegs hören 51% der Befragten.
- Dennoch gewinnen Mobilität und Digitalisierung beim Hören weiter an Relevanz: Drei Viertel der Befragten in Europa hören die Inhalte auf dem Smartphone oder Tablet. Für ein Viertel sind Smart Speaker das Mittel der Wahl zur Wiedergabe.
Anteil der regelmäßigen Hörer in Deutschland legt weiter zu
Bei der Auswertung des Hörverhaltens in Deutschland zeigt die Audible-Studie einen weiter steigenden Trend:
- Die Anzahl der regelmäßigen Audiokonsumenten, die mindestens einmal im Monat Hörbuch/-spiel oder Podcast nutzen, hat sich seit der ersten Erhebung im Jahr 2017 verdoppelt auf 36%.
- Audible sieht noch weiteres Potenzial, da rund 11% der Deutschen bisher noch nie Audioformate genutzt haben, sich dies aber vorstellen können.
- Von den Audiokonsumenten wünschen sich 70% eine große Titelauswahl, aber auch exklusive Inhalte (46%) und speziell fürs Hören entwickelte Stoffe von Bestseller-Autoren (67%).
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