Anfang Augustwoche ist ein Schnittpunkt der Sommerurlaubssaison:
- Alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland haben für ein paar Tage gemeinsam Ferien, bevor es dann – beginnend im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen – für Familien mit schulpflichtigen Kindern wieder nach und nach in den Normalbetrieb geht.
- Anfang August ist auch der Wendepunkt der sommerlichen Reisebuch-Saison: Die Hauptnachfrage ist erfolgt, die wichtigsten Trends sind ablesbar.
Der Buchhandel hat in diesem Jahr bis hierhin mit reisebegleitenden Angeboten – allgemeinen Reiseführern, Anleitungen für Aktivurlaub, Bewertungen von Hotels, Restaurants und Campingplätzen sowie Kartografie – ein Umsatzplus erwirtschaftet in einer Größenordnung von knapp 4% in Deutschland und etwas mehr Zuwachs in Österreich und der Schweiz. Das Umsatzplus basiert allerdings in Deutschland und damit auch prägend im deutschsprachigen Gesamtmarkt auf den von den Verlagen angehobenen Preisen.
Die Nachfrage nach gedruckter Reiseinformation, im vergangenen Jahr nach der Corona-Delle ein Stück weit erholt, hat dagegen nicht weiter angezogen. Das dürfte nicht an einer erneuten Reiseflaute liegen:
Prognosen und Zwischenberichte von Reiseveranstaltern vermitteln den Eindruck einer guten Tourismuskonjunktur. Urlaubsreisen stehen trotz Verteuerung wieder hoch im Kurs, auch wegen des gefühlten
Nachholbedarfs nach den Pandemiejahren. Die Reiseführer-Branche profitiert von dieser Markterholung nur bedingt.
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